Highway 101 – From Washington to Oregon

Die Nord-Süd-Achse der Westküste

Der Highway 101 verbindet den Norden mit dem Süden der Westküste der USA. Insgesamt hat er eine Länge von 2.478 km und geht durch die drei Bundesstaaten, Washington, Oregon und Kalifornien immer an der Küste entlang. Wir folgen der Route ca. 1.500 km, angefangen in einem kleinen Ort im Norden names Moclips. Verlassen werden wir den Highway 101 wieder in San Francisco, um weiter Richtung Landesinnnere zu reisen.

Majestätischer Mt Rainier

Der Bundesstaat Washington hat neben einer herrlichen Küste und der Metropole Seattle noch einiges mehr zu bieten. So haben wir vor unserem Weg gen Süden den Mt Rainier Nationalpark erkundet, dessen höchster Berg ein Schichtvulkan von 4.392 m Höhe ist. Der Mt Rainier wird außerdem von Gletschern bedeckt und bildet sogar das größte zusammenhängende Gletschergebiet eines einzelnen Berges der USA außerhalb Alaskas. Als wir den Berg aufgesucht haben, herrschten alles andere als eisige Temperaturen. Wir hatten über dreißig Grad und die langanhaltende Hitze und Trockenheit führte zu schweren Waldbränden in der Umgebung. Den heißen Temperaturen konnten wir entgehen, indem wir früh um 4:00 Uhr aufgestanden sind und uns auf den Weg zum Berg gemacht haben. Gegen den Rauch der Feuer war allerdings nichts zu machen. Schon am Hotel hatten wir Asche auf unserem Auto und die Luft auf dem Berg war schwer zu atmen und roch nach Ruß. Die eine Seite der Bergkette war komplett von Rauch überzogen, der auch die Sonne bedeckte, so dass den ganzen Tag eine Stimmung wie zum Sonnenuntergang herrschte. Der Berg bot uns abgesehen von dem surrealen Wetter dennoch einen tollen Blick auf seine schneebedeckte Kuppe, auf Eis und Felsen, aber auch auf grüne Wiesen, Blumen und Wasserfälle. Eine herrliche Gegend, die raue und liebliche Natur miteinander vereint.

Vom Nebel verschluckt

Nach Stadt- und Bergwanderungen zog es uns an die wilde Westküste in den Ort Moclips, um dem Meeresrauschen zu lauschen und das Regenwaldgebiet um den Quinault Lake zu erkunden. Von der Küste haben wir tatsächlich nicht viel gesehen durch den starken Nebel, der teilweise bedingt war durch das Wetter und zum anderen durch den Rauch der Waldbrände. Eine ganz eigene und eigenartig mystisch drückende Stimmung. Fast menschenleere Orte und Strände, eine graue Einöde, die vom Rauschen des Meeres und dem Kreischen der Möven dominiert wurde.  Das Erkundes des Regenwaldes mit seinen großen verwunschenen Bäumen in vielen saftigen Grünschattierungen war für uns eine willkommene Abwechslung.

Auf nach Oregon

Nach unserem Ausflug in Hitchcocks  düstere Filmwelt „Die Vögel“ haben wir unsere Tour und auf dem Highway 101 gestartet und sind nach Astoria in Oregon gefahren. Astoria ist eine Stadt, die quasi auf einer Halbinsel im Columbia River liegt, der kurz danach in den Pazifik mündet. Sie ist über mehrere Brücken mit dem Festland verbunden, u.a. über die Astoria Bridge, die den 6 km breiten Columbia River überquert und die beiden Bundesstaaten Washington und Oregon miteinander verbindet. In Astoria hatten wir ein entzückendes B&B in einem viktorianischen Haus aus dem Jahre 1888. Die Dame des Hauses zauberte uns und den anderen Gästen ein herrliches Frühstück, bei dem wir ein paar Tipps für unsere Weiterreise auf dem Highway 101 erhalten konnten.

5 Antworten auf „Highway 101 – From Washington to Oregon“

  1. Oh, was für stimmungsvolle Bilder, besonders die Sonnenauf-und untergänge. Der Mt Rainier ist auch sehr imposant, schade, dass die Waldbrände eure Sicht und Atemluft beeinträchtigt haben. Super sind auch die Größenverhältnisse zwischen Baum und Mensch bei eurem Regenwaldausflug. Da kommt man sich als Mensch der Natur gegeüber doch wie ein Winzling vor. Schön, dass ihr so unterschiedliche Stimmungen erleben könnt.
    Wir werden jetzt die Eindrücke und Stimmungen in Florenz aufnehmen, jetzt geht es gleich los. Vorher musste ich aber unbedingt noch schnell die neue Eintragung in eurem Block lesen!
    Seid lieb gegrüßt von eurem Tantchen

  2. Wir sind wieder da und freuen uns über die neuen Bilder und eure Nachricht. Eine interessante Gegend und besonders die Brücke ist sehr beeindruckend. Wir sind mit dem Frühstück auch sehr verwöhnt worden, aber so liebevoll war der Tisch nie gedeckt. Die Waldbrände verfolgen euch scheinbar – ihr sollt doch im Wald nicht grillen oder rauchen!!! Weiterhin gute Reise, besser ohne Rauch und Nebel.

    1. Vielen lieben Dank! Mit dem Ende des Sommers scheint sich auch die Lage mit den Waldbränden zu bessern, Rauch und Feuer haben und schon länger nicht mehr belästigt.

  3. Re title:
    Some people seem to get lost…

    1. Keine Angst, wir sind noch da! Allerdings fehlte uns die letzten Tage etwas die Zeit um ausführlich Blog zu schreiben. Wird aber nachgeholt!

Die Kommentare sind geschlossen.