Portland ist die größte Stadt in Oregon und sie war eigentlich nicht auf unserer Reiseroute bis Andreas vom Flugzeugmuseum, dem Evergreen Aviation & Space Museum, erfahren hatte. Mir war inzwischen aufgefallen, dass Portland außerdem den größten unabhängigen Buchladen der Welt beherbergt (Powell’s City of Books), der einen Straßenblock umfasst und über eine Millionen Bücher anbietet. So haben wir kurzer Hand beschlossen, Portland einen Besuch abzustatten und wir waren äußerst überrascht von dieser eigenwilligen, aber bzw. gerade deswegen liebenswerten Stadt. Das etwas Schräge und Andersartige wird von Portland bewusst kultiviert und gefördert. Daher ist einer der Slogans der Stadt: „Keep Portland Weird“.
In der Stadt fällt einem v.a. auf, dass es viele kleine Cafés und Läden gibt und weniger große Ketten, die sonst überall in Amerika anzutreffen sind. Die Menschen hier legen Wert auf natürliche Produkte, sie fahren eher Fahrrad als mit dem Auto und sie sind offen für alles jenseits vom Mainstream. Eigentlich ein wenig wie Berlin. Ich habe mich fast wie zu Hause gefühlt:-)
Wir haben uns also so gut es ging in Portlands Weirdness gestürtzt und unsere Wäsche im Ökowaschsalon gesäubert, einen leckeren Organic Beef Burger verspeist, den lokal gerösteten Kaffee von Stumptown genossen und einen witzigen sowie kostenfreien Filmabend erlebt, an dem ein trashiger Film aus den 90er Jahren für viel Gelächter gesorgt hatte. Nur den überregional bekannten Voodoo Doughnut, quasi viel Fett und Zucker in Form einer Voodoo Puppe, haben wir uns für einen nächsten Besuch aufgespart.
Ansonsten ist Portland umgeben von wunderschöner Natur. Die Berghänge bieten ein tolles Panorama auf die Stadt und viele Parkanlagen laden zum Entspannen ein. Wir haben den Japanischen Garten besucht, dessen Natur und Ästhetik einen schönen Kontrast zum Stadtleben bietet. Besonders faszinierend sind die Bonsai Bäume, die z.T. über 250 Jahre alt und dennoch perfekt gepflegt sind.
Das Evergreen Aviation & Space Museum haben wir uns für den Schluss aufgehoben und dort das größte Wasserflugzeug der Welt besichtigt sowie unzählige andere Meilensteine der Fluggeschichte sowie der Raumfahrt. Der Mensch hätte solche Errungenschaften niemals hervorgebracht, wenn er nicht verrückten Träumen nachgegangen wäre. Insofern macht man in Portlnd alles richtig. Keep it weird.





















Portland ist ja ein echter Geheimtipp – und so schön amerikanisch. Da gab es ja für jeden etwas, Museen, Bonsais, dicke Burger – und gemütliche Waschsalons – sind das eure Socken im Hintergrund? Amina genießt so richtig ihren geliebten Cappuccino! In Kalifornien brennt es schon wieder, habt ihr auch den Grill ausgemacht?
In Portland hat es uns wirklich gut gefallen und der Cappuccino war sehr lecker. Unsere Socken haben wir lieber behalten. Wir leben momentan ja aus einem winzig kleinen Kleiderschrank:)
Mit den Waldbränden haben wir natürlich nichts zu tun, aber sie verfolgen uns irgendwie, auch wenn wir eine Grillpause einlegen.
Dass Lesen bildet, hatten wir ja schon, aber dass das auch auf Euren Blog zutrifft, muss auf jeden Fall unterstrichen werden! Es scheint so, als ob Portland eine geniale Stadt wäre, abseits der großen Sightseeing-Highlights! Saucoole Fotos, besonders die roten Barstühle, der Burger und der Waschsalon. Da kann ich mich richtig reinfühlen!
Wart Ihr auch in der Buch-City?
Eine gute Entscheidung von Euch, dort hinzufahren! Und in dem Flugmuseum war auch echt eine SR-71 Blackbird? Da bin ich jetzt aber schon etwas neidisch!