Holladihiti – Der Berg Ruft!

Während einer wunderschönen Wanderung im Villnöss Tal begleitete uns die Geisler Gruppe, eine Gebirgsgruppe der Dolomiten, als herrliche Kulisse. Als wir von einer Tour auf die sogenannte Mittagsscharte (2597 m) zwischen den Gipfeln der Gruppe erfahren haben, ließ uns der Gedanke daran nicht mehr los.

So sind wir früh und etwas aufgeregt ins Bett gegangen, um am Morgen zeitig aufzustehen, Proviant vorzubereiten und das Abenteuer zu beginnen. Von der Zanser Alm (1685 m) ging es zunächst zur Gschnagenhardt Alm (2006 m), um dann wieder bergab zu steigen (sehr ärgerlich, aber Andreas meinte, das haben Berge so an sich). Dann standen wir am Fuße des felsigen Bergmassivs und der Aufstieg über Geröll und bröckelige Felswände konnte beginnen.

Nach ca. 100 m Aufstieg habe ich in meinen Hallenturnschuhen ohne Profilsohle und in einem Anflug von Panik Andreas erklärt, dass ich nach Hause möchte. Er blieb allerdings ruhig wie ein Bergführer, half mir bei schwierigen Stellen und motivierte mich, weiter zu gehen.

Der Aufstieg war wirklich abenteuerlich und die Felsen furchteinflößend, aber die herrliche Aussicht lenkte vom steinigen Abgrund ab. Die letzten hundert Meter musste Andreas allein gehen, während ich mein Schinkenvinschgerl in einer Felsspalte verspeiste.

Dann haben wir die Gschnagenhardt Alm angesteuert, um uns mit einer Speckknödelsuppe und Kaiserschmarrn zu belohnen.

Es lohnt sich dem Ruf des Berges nachzugeben, aber man sollte lieber eine Profilsohle dabei haben;)

 

 

7 Antworten auf „Holladihiti – Der Berg Ruft!“

  1. Mit Sicherheit eine Supertour wenn der Berg ruft, aber leider nix mehr für mich. Das Villnöss Tal kann man sich zum Glück auch auf leichteren Wegen erschließen, die Berge rundherum bestaunen und die Natur in sich aufnehmen. Ach, habe ich schöne Erinnerungen daran und die Bilder habe ich in meinem Kopf gespeichert.
    Ich freue mich, dass Andreas beim Kaiserschmarren-Wettkampf aufholt. Mal sehen, wer Sieger wird.

    1. Die leichteren Wege sind wunderschön und man kann die Aussicht entspannter genießen und sich an Bächen und Kühen erfreuen. Seit Mitte Juni dürfen die Kühe wieder auf die Weide.
      Wir haben heute noch einmal eine Tour im Villnöss Tal gemacht mit Andreas‘ Bruder und seiner Freundin und noch einmal fantastisch gegessen. Natürlich bin ich weiterhin einen Kaiserscharrn voraus:)

  2. die Berge sehen gewaltig aus, es gibt sicher auch Seilbahnen und bequemere Wege, die nicht so aufregend und gefährlich sind?! Ist das ein Enzian, wunderschön? Da sind die Edelweiße bestimmt auch nicht weit.

    1. Die Bergwelt und ihre Blütenpracht ist wirklich toll und wir haben tatsächlich Bayrischen Enzian gesehen und noch andere Enzianarten, Edelweiße waren allerdings nicht bei der Blütenvielfalt dabei.

  3. Entschuldige bitte, dass ich so frech Frage, aber wie kommt man auf die Idee ohne Wanderschuhe solche Wanderungen zu starten?
    Die Bilder sehen beeindruckend aus. Super! Alles blüht so herrlich. Ist es oben auf dem Berg eigentlich heiss oder kühl?
    LG Mathias

    1. Die Frage nach dem Schuhwerk ist sehr berechtigt. Eigentlich kam ich mir schon gut ausgerüstet vor, weil es zumindest fest war und keine Flip Flops:)
      Es war nämlich ziemlich warm auf dem Berg als wir dort waren (25-30 Grad). Wahrscheinlich, weil bei uns 8 Uhr loswandern früh ist, während uns die Bergsteiger mit Profischuhwerk schon entgegengekommen sind.
      Allerdings war es einen Tag später auf ähnlicher Höhe wieder sehr frisch und ich habe eine dicke Jacke vermisst. Die Berge sind tatsächlich unberechenbar.

  4. Lieblingscousine sagt:

    Ja, ja so ist unser Cousinchen. …will auch am Berg noch die Schönste sein ? da kann man halt nicht in so praktischen Bergschuhe daher kommen, oder?
    Bei den Bildern könnte ich auch glatt mal wieder Lust aufs Wandern bekommen…sehr, sehr schön!

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